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BDB sorgt sich um die Chancen des Berufsnachwuchs

Mit Sorge betrachtet der BDB LV NRW die Bestrebungen zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen

Bereits seit geraumer Zeit diskutieren die BDB-Fachgremien in Bund, Land und Bezirksgruppen die Bestrebungen, neue Studiengänge in den Fachbereichen Architektur- und Bauingenieurwesen einzuführen.

Die Einführung von Bachelor-Studiengängen wird dabei besonders kritisch gesehen. Der Verband fragt sich, wie denn die künftigen Berufskollegen/innen bei einem 6-semestrigen Studium

  • ihre Anerkennung und somit Eintragung in die AKNW erreichen sollen,
  • wirklich das Rüstzeug mitbringen, um als Architekten tätig werden zu können und
  • die Architektenschaft nicht künftig in privilegierte und unprivilegierte Berufskollegen/Innen aufgeteilt wird.

Denn bereits im Expertenbericht für das NRW-Wissenschaftsministerium von Mitte März steht zu lesen, dass bspw. die FH Düsseldorf die Einführung eines ( nicht bauvorlageberechtigten ) Bachelor-Architekten und eines ( bauvorlageberech
tigten ) Master-Architekten in der Überlegung hat.

Da ist sie wieder, die "alte" Diskussion um den privilegierten Architekten, und dies alles vor dem "Schein der Internationalisierung ".

Festzuhalten bleibt doch, dass gerade das deutsche Diplom im Ausland eine hohe Wertschätzung erfährt. Festzuhalten bleibt auch, dass eine gute fundierte Ausbildung mit Abschluss Diplom auch ein Stück Verbraucherschutz darstellt.

Warum will man das ändern?

Ganz kritisch ist es für die Studentinnen und Studenten, die womöglich so ausgebildet werden, dass sie künftig als gehobene Techniker, nicht aber als Architekten für ihre Bauherren und Bauherrinnen tätig werden.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Politik und an den Hochschulen diese Brisanz ebenfalls erkennen und umkehren.

Noch ist es nicht zu spät.

Ein Positionspapier des BDB zu den neuen Ausbildungsgängen ist über den N.N. BDB-Gruppe Ort oder den BDB LV NRW (0211-363171 ) oder unter www.baumeister-online abrufbar.

 
 
 
 
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